FC Heinebach verwandelte das Bürgerhaus wieder in eine Narrenhochburg - Auf der närrischen Partymeile
Wenn der FC Heinebach Fasching feiert, braucht er weder Elferrat noch Konfettikanone. Und weil der Verein einen redegewandten Rainer Kressel als Moderator und einen flexiblen Kurt Ludwig am Mischpult hat, kann er sich auch den Sitzungspräsidenten und die Partyband sparen. Das einzige, was man in Heinebach benötigt, ist ein gut gelauntes Publikum.
Regen-Tanz: Der Showtanz des Frauen-Fan-Clubs war nicht nur farbig sondern auch choreografisch eine Wucht.
Die Gäste kamen am Samstagabend wieder originell verkleidet in Scharen und verwandelten schon vor dem ersten Programmpunkt die Schulsporthalle in eine Partymeile. Ein Klassiker gehörte aber auch diesmal dazu: Der traditionelle Gardetanz des Frauen-Fan-Clubs. Dem Altbierlied der Toten Hosen gab die Freiwillige Feuerwehr einen besonderen heimatlichen Bezug. Die Brandschützer fragten: „Wo ist der Schorsch, der jetzt mal ganz forsch die Runde bestellt?“ Drei Damen des Frauen-Fan-Clubs zeigten musikalisch, welch ein harter Job das Fahren mit dem Bob ist. Auch die Band Tokio Hotel gab sich mit ihrem Hit „Durch den Monsun“ die Ehre - Bild unten.
Der FCH-Frauen-Fan-Club zeigte pfiffig und sehr genau, wie viele „Geschäfte“ auf dem WC die Herren der Schöpfung auf einmal erledigen können. Wenn Oliver Storch nicht gerade Atze Schröder ist, dann spioniert er als Maulwurf die Seniorenmannschaft auf ihrer Fahrt ins Münsterland aus. Endlich mal einer, der die ganze Wahrheit ans Licht bringt: Schelmisch und mit viel Lokalkolorit.
Der Saal brodelte auch beim Auftritt der Besenstieler´s wie Merlins Zaubertopf. Ihre Zutaten: Musik von den Ärzten, Achim Reichel und Herbert Grönemeyer. Folgerichtig fegte dann die Gruppe „Barfuss“ mit dem Stimmungshit „Hey, das geht ab“ übers Parkett. Zugabe inklusive.
Hänsel und Gretel türkisch
Mit vielen komischen Wortspielen übersetzten Isabella Perrucci, Andreas Möller und Claudia Krollmann das Märchen von Hänsel und Gretel auf Türkisch. Elegant, rasant und unglaublich komisch zeigten Eike Bachmann, Mario Pawlinsky und Rene Möller, dass Synchronschwimmen gar nicht so einfach ist. Das galt auch für das Männerballett, das sich einen kleinen Ausflug ins Musical „Starlight Express“ erlaubte. Das hochexplosive „Pokerface“ von Lady Gaga gehörte außerdem zur närrischen Zauberformel, die die Halle aus den Angeln hob. Eine wahre Wucht war nicht nur das Outfit des FCH-Frauen-Fan-Clubs beim „Rainingdance“. Die Damen bewiesen Gespür für die tänzerische Umsetzung von heißen Rhythmen. (zwk)
